{"id":181,"date":"2014-04-21T16:49:56","date_gmt":"2014-04-21T15:49:56","guid":{"rendered":"http:\/\/schreibquelle.de\/?p=181"},"modified":"2014-04-21T16:49:56","modified_gmt":"2014-04-21T15:49:56","slug":"einfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schreibquelle.de\/?p=181","title":{"rendered":"Einfalt"},"content":{"rendered":"<p>Ist es einf\u00c3\u00a4ltig, an den Osterhasen zu glauben? An den, der die Eier bringt, versteckt und weiter hoppelt \u00e2\u20ac\u201c mit einem gro\u00c3\u0178en Buckelkorb versteht sich!<\/p>\n<p>F\u00c3\u00bcr uns als Kinder war es nicht einf\u00c3\u00a4ltig, sondern herrlich. Wie schade, wenn wir den Kinderglauben aufgeben m\u00c3\u00bcssen, auch wenn wir zun\u00c3\u00a4chst gerne dazu bereit sind. Schlie\u00c3\u0178lich kommen wir uns erwachsen vor, wollen gro\u00c3\u0178 sein\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Mein Seufzer dar\u00c3\u00bcber kommt tief von innen. Ich war ein Kind, das in vielen Aspekten vern\u00c3\u00bcnftig sein musste und funktionieren, ja vor allem funktionieren. Vielleicht traure ich deswegen dem Kindsein manchmal etwas nach.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00c3\u00bcck musste ich nicht beim Trauern stehen bleiben: mit unseren drei Kindern bin ich eingetaucht in die verschollen geglaubte Kinderwelt. Ich habe im Wald an den Baumwurzeln Zwergenh\u00c3\u00a4user gesehen. Das Christkind zog mich mit in seinen Bann und beinahe h\u00c3\u00a4tte ich vergessen, einen Weihnachtsbaum zu kaufen. Schlie\u00c3\u0178lich bringt das Christkind den in unserer Familie. Die Aufregung am Ostermorgen \u00c3\u00bcber die Verstecke des Osterhasen! Ich habe mit gefiebert.<\/p>\n<p>Und dann die B\u00c3\u00a4ren! Wir hatten ein solch intensives B\u00c3\u00a4renleben, dass ich es nicht aufgeben wollte, als die Kinder als Heranwachsende sich zu gro\u00c3\u0178 daf\u00c3\u00bcr f\u00c3\u00bchlten. Mit 45 Jahren w\u00c3\u00bcnschte ich mir einen echten Teddyb\u00c3\u00a4ren zum Geburtstag, der unsere Sonntagsfr\u00c3\u00bchst\u00c3\u00bccke begl\u00c3\u00bcckte: sein Lieblingsfr\u00c3\u00bchst\u00c3\u00bcck waren die Spitzen der Croissants. Was die Freunde, Freundinnen unserer Kinder wohl wirklich dar\u00c3\u00bcber dachten?<\/p>\n<p>Zum Gl\u00c3\u00bcck hat meine kindliche Seele immer wieder Nahrung bekommen, zum Gl\u00c3\u00bcck hat sie durchgehalten. Denn jetzt haben wir Enkel und ich tauche erneut in die Magie ein.<\/p>\n<p>Ich kann mich nur Astrid Lindgren anschlie\u00c3\u0178en, die meinte, dass in jedem von uns alle Altersstufen lebendig sind. Welche Vielfalt liegt doch in der Einfalt.<\/p>\n<p>Ist es einf\u00c3\u00a4ltig, an den Osterhasen zu glauben? An den, der die Eier bringt, versteckt und weiter hoppelt \u00e2\u20ac\u201c mit einem gro\u00c3\u0178en Buckelkorb versteht sich!<\/p>\n<p>F\u00c3\u00bcr uns als Kinder war es nicht einf\u00c3\u00a4ltig, sondern herrlich. Wie schade, wenn wir den Kinderglauben aufgeben m\u00c3\u00bcssen, auch wenn wir zun\u00c3\u00a4chst gerne dazu bereit sind. Schlie\u00c3\u0178lich kommen wir uns erwachsen vor, wollen gro\u00c3\u0178 sein\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Mein Seufzer dar\u00c3\u00bcber kommt tief von innen. Ich war ein Kind, das in vielen Aspekten vern\u00c3\u00bcnftig sein musste und funktionieren, ja vor allem funktionieren. Vielleicht traure ich deswegen dem Kindsein manchmal etwas nach.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00c3\u00bcck musste ich nicht beim Trauern stehen bleiben: mit unseren drei Kindern bin ich eingetaucht in die verschollen geglaubte Kinderwelt. Ich habe im Wald an den Baumwurzeln Zwergenh\u00c3\u00a4user gesehen. Das Christkind zog mich mit in seinen Bann und beinahe h\u00c3\u00a4tte ich vergessen, einen Weihnachtsbaum zu kaufen. Schlie\u00c3\u0178lich bringt das Christkind den in unserer Familie. Die Aufregung am Ostermorgen \u00c3\u00bcber die Verstecke des Osterhasen! Ich habe mit gefiebert.<\/p>\n<p>Und dann die B\u00c3\u00a4ren! Wir hatten ein solch intensives B\u00c3\u00a4renleben, dass ich es nicht aufgeben wollte, als die Kinder als Heranwachsende sich zu gro\u00c3\u0178 daf\u00c3\u00bcr f\u00c3\u00bchlten. Mit 45 Jahren w\u00c3\u00bcnschte ich mir einen echten Teddyb\u00c3\u00a4ren zum Geburtstag, der unsere Sonntagsfr\u00c3\u00bchst\u00c3\u00bccke begl\u00c3\u00bcckte: sein Lieblingsfr\u00c3\u00bchst\u00c3\u00bcck waren die Spitzen der Croissants. Was die Freunde, Freundinnen unserer Kinder wohl wirklich dar\u00c3\u00bcber dachten?<\/p>\n<p>Zum Gl\u00c3\u00bcck hat meine kindliche Seele immer wieder Nahrung bekommen, zum Gl\u00c3\u00bcck hat sie durchgehalten. Denn jetzt haben wir Enkel und ich tauche erneut in die Magie ein.<\/p>\n<p>Ich kann mich nur Astrid Lindgren anschlie\u00c3\u0178en, die meinte, dass in jedem von uns alle Altersstufen lebendig sind. Welche Vielfalt liegt doch in der Einfalt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist es einf\u00c3\u00a4ltig, an den Osterhasen zu glauben? An den, der die Eier bringt, versteckt und weiter hoppelt \u00e2\u20ac\u201c mit einem gro\u00c3\u0178en Buckelkorb versteht sich! F\u00c3\u00bcr uns als Kinder war es nicht einf\u00c3\u00a4ltig, sondern herrlich. Wie schade, wenn wir den Kinderglauben aufgeben m\u00c3\u00bcssen, auch wenn wir zun\u00c3\u00a4chst gerne dazu bereit sind. 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